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Natürliche Veranlagungen


Natürliche Veranlagungen sind Gen-bedingt - also Erbanlagen, dazu gehören der Charakter, Lernfähigkeit, Temperament, Dominanz und Sensibilität.

Wie leicht man sich den Willen des Pferdes erarbeiten kann - hängt also von den natürlichen Veranlagungen des jeweiligen Pferdes ab. Für uns ist ein Pferd demnach nur schwierig, solange wir nicht gelernt haben, seinen Ansprüchen gerecht zu werden. Jedes Pferd hat seinen eigenen Charakter auf den wir uns einstellen müssen.

Lernfähigkeit und Sensibilität liegen nah beieinander - je feinfühliger ein Pferd ist, desto leichter lernt es aus seiner Umwelt, was für das Pferd gut oder schlecht ist.

Geben wir dem Pferd Informationen, dass es leichter ist über einen Wassergraben zu springen, als an einer anderen Stelle von einer flatternden Fahne zugedeckt zu werden, wird es über den Graben springen wollen, um sich so der Fahne entziehen zu können. Aber genauso schnell lernt es, sich vor dem Graben zu entziehen, wenn dieser Sprung als unangenehme Strafe empfunden wird und der Reiter Schwächen während des Versuches zum Springen zeigt.Das Lernen als solches, muss vom Pferd erlernt werden - je mehr sie lernen - umso leichter lernen sie, dabei wurden keine Unterschiede von Rang oder Geschlecht festgestellt.

Im Gegensatz zur Lernfähigkeit, ist die Lernbereitschaft abhängig von Motivation und dem momentanen inneren/psychischen Zustand des Pferdes - dieser ist wiederum abhängig von Umgang und Haltungsbedingungen, ebenso von unterschiedlichen Reizen. Leicht erregbare oder nervöse Pferde brauchen länger zum Lernen, da sie sich leichter ablenken lassen, die Lernfähigkeit ist deshalb aber nicht schlechter.Die Motivation zum Lernen ist auch abhängig von der Bedeutung für das Überleben des Pferdes.
Wenn ein Pferd etwas tun muss, macht es nur soviel, wie es muss Wenn ein Pferd etwas tun darf, macht es das so gut es kann!

Lernblockaden entstehen durch Angst oder Panik bei Überforderung der psychischen Leistungsfähigkeit, nicht nachvollziehbare Strafen, Stress durch grelles Licht, Lautstärke und Unsicherheiten des Reiters.Temperament ist Ausdruck von Lebensfreude, nimmt man dem Pferd seine Würde, nimmt man ihm auch die Lebensfreude!Dominanz ist die innere Stärke, je dominanter ein Pferd ist, umso schwerer fällt es ihm sich von anderen beschützen zu lassen.

Nur der Starke kann den Schwachen beschützen, deshalb versucht ein Pferd durch Hinterfragen der Rangordnung herauszufinden, wer der Stärkere ist und wer dabei wen beschützen kann. Die Rangordnung kann dabei spielerisch und in Form einer Sprache aus Mimik und Körperhaltung geklärt werden.

Jede Unsicherheit und Schwäche drückt sich auch bei uns Menschen durch Körpersprache aus!!!

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