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Pressebericht

Otting (syan) - Django Thümer vor seinem Fuchshengst Khazhan, als dieser bedrohlich wenige Meter vor seinem Besitzer steigt. Kaum wieder auf allen vier Hufen, hebt der Hengst erneut die Vorderhufe. Sekunden später ein anderes Bild: Khazhan, der eben noch seine Dominanz eindrucksvoll demonstrierte, läuft lammfromm hinter Thümer her und weicht ihm nicht mehr von der Seite. Dressur? Nein: Pferdepsychologie!

Unweigerlich fühlt man sich an das Buch und den gleichnamigen Film „Der Pferdeflüsterer“ erinnert. Aber Django Thümer weist diese Bezeichnung von sich. Er sagt deutlich, wie er die Pferde dazu bringt, den Menschen als Leittier anzuerkennen: „Die Menschen müssen das menschliche Denken abschalten, da Pferde eine andere Sprache sprechen“. So sei es etwa höflich, einem Menschen Platz zu machen; ein Pferd würde diese Geste als Unterordnung verstehen. Letztendlich müsse die Kompetenzfrage geklärt werden: „Wer kann wen beschützen?“ Nur wenn das Pferd den Mensch als Beschützer anerkenne, sei ein Vertrauensverhältnis als Basis jeder weiteren Arbeit aufgebaut.

Seit Ende 2007 lebt Thümer mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Otting. Vorher war er als mobiler Trainer für Problempferde in ganz Deutschland und im näheren Ausland unterwegs. Der heute 51-Jährige beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit sogenannten Problempferden. Egal ob ein Pferd aggressiv ist, Angst vor dem Verladen hat oder sich plötzlich nicht mehr reiten lässt. Jedes Verhalten hat seine individuellen Ursachen, die Thümer zunächst hinterfragt. Zur Lösung des Problems sei eine besondere Zusammenarbeit nötig: Man muss Pferd und Besitzer zusammenbringen. „Mit diesem ist es oft mehr Arbeit als mit dem Tier“, gesteht Thümer. Aber ohne Mitarbeit sei jede Anstrengung sinnlos, da das Pferd früher oder später in sein altes, ungewolltes Verhalten zurückfiele. Das Ziel sei, „dass ein Pferd bei einem bleiben will!“ Statt Gewalt seien dazu vielmehr kleine Schritte mit positiven Bestätigungen notwendig.


Hat Thümer also für die Arbeit mit Problempferden eine Methode entwickelt? Er selbst meint scherzhaft: „Andere arbeiten mit Methoden, ich mit Pferden!“ Bescheidenheit, aber auch Begeisterung und Leidenschaft bei der Arbeit sind offensichtlich. Dabei kommt es manchmal aber auch zu brenzligen Situationen. So hatte Thümer etwa einmal eine schwierige Stute einzureiten. Kaum saß er im Sattel, rannte das Pferd direkt auf eine Wand zu - letztendlich kam es zum Sturz von Pferd und Reiter und zu unzähligen blauen Flecken. Am neunten Tag gelang es, das Pferd reitbar zu machen.

Lebensgefährlich...

Eindrucksvoll auch die Vergangenheit der Stute Cora, die als bissig und für Menschen lebensgefährlich galt. Der Pferdepsychologe war die letzte Rettung vor dem Gnadenschuss - auch Thümer konnte sich anfangs nur knapp mit einem Sprung hinter eine Ansammlung von Hindernissen vor der Stute retten. Heute steht Cora brav im Stall in Otting. Thümer ist der festen Überzeugung: „Jedes Problempferd kann wieder zu einem folgsamen Pferd gemacht werden.“

Dies vermittelt Thümer auch bei Seminaren auf seiner Anlage in Otting. Boxen für etwa zehn Pferde, eine Halle 20x40 Meter und ein Reiterstübchen im Westernstil bieten die Voraussetzungen nicht nur für Wanderreiter, sondern auch für Lehrgangsteilnehmer. Thümers Seminare richten sich an Besitzer von Problempferden jeglicher Art, aber auch an Manager, denen er den richtigen Einsatz von Körpersprache nahe bringt. Die Sprache zwischen Pferd und Mensch - Thümer übersetzt praktisch in beide Richtungen.

Mehr Informationen über Django Thümer und seine Seminare im Internet unter:

http://www.problempferde.de

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